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Spruch des Moments

Persönliche SPAM-Statistik – und was man gegen Spam machen kann

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Seitdem ich meinen SPAM-Filter SPAMfighter Pro installiert habe, habe ich schon 17.164 SPAM-eMails ausstortiert (Stand Montag, 28.08.06 – 01:50 Uhr).

Gerade in der letzten Zeit kommen täglich zwischen 100 und 250 SPAM-eMails im Durchschnitt bei mir an, die zum größten Teil alle sehr zuverlässig aussortiert werden. In Kombination mit meinem Antiviren-Scanner von G Data, der ebenfalls alle eMails auf Viren prüft, ein hochwirksamer Schutz, wie die Praxis gezeigt hat.

Durchschnittlich sind vier bis sechs Prozent aller eMails, die ich empfange, mit einem Virus verseucht. Meist sind es Trojaner oder Würmer vom Typ Trojan-Spy.HTML.Bankfraud.od

über 10.000 SPAM-eMails seit dem 01. Juni 2006

In meiner Anti-SPAM-Statistik sind seit dem 01.06.2006 aktuell 11.013 SPAM-eMails eingegangen und abgefangen worden – über 5.500 eMails pro Monat, durchschnittlich 183 eMails pro Tag. Einige Internet-User, die diesen Artikel lesen, werden sich vielleicht fragen: Ja, warum läßt der nicht den SPAM auf dem Server aussortieren, wie das GMX oder Web.de macht?!? Antwort: Ich habe nicht täglich Lust, mich bei x-eMail-Konten online einzuwählen und jedes mal wieder im SPAM-Ordner von 28 eMail-Adressen zu wühlen. Lieber an einem Ort zentral als verteilt an mehreren Orten.

Warum 28 eMail-Adressen?

Die einen sagen, 28 eMail-Adressen – wer gebraucht soviele? Meine Antwort: ich! Begründung: Ich bin auf ettlichen Mailinglisten und Newsverteilern drauf oder habe an bestimmten Orten eMail-Adressen angegeben, die – wenn sie nur noch zugespamt werden, sofort abgeschaltet werden können und gegen eine neue eMail-Adresse ausgetauscht werden können.

Ein Beispiel:

Vor ettlichen Jahren hatte ich die eMail-Adresse tobias@heuken.com als wichtigste Mailbox. Im Laufe der Zeit kam dort nur noch Werbung an – mehr Werbung, als nützliche eMails. Also habe ich irgendwann entnervt diese eMail-Adresse platt gemacht und gelöscht – und sie gegen mail@heuken.com ausgetauscht. Das hat gewirkt: auf einem Schlag war das SPAM-Problem damals beseitigt – zumindest zum größten Teil. Normalerweise sollten SPAMER eigentlich merken, dass es diese eMail-Adresse nicht mehr gibt und sollten sie aus ihrem Verteiler nehmen, denn was bringt ihnen ein Datenbestand an eMail-Adressen, die tote eMail-Adresse beinhalten? Letztens habe ich zum Spaß diese alte eMail-Adresse reaktiviert und mußte feststellen: auch nach ettlichen Monaten, in denen tobias@heuken.com nicht mehr existiert hat, kamen immer noch SPAM-eMails an. Wenige, aber sie kamen an.

Wie kommen SPAMER an eMail-Adressen?

Eine Frage, die sich sicherlich sehr viele User stellen. Die Antworten sind simpel, sehr simpel und vielfältig.

  1. Spamer durchforsten Webseiten mit speziellen Programmen im Internet. Jede eMail-Adresse, die sie dabei finden, legen sie in Datenbanken ab. Diese Methode ist rein rechtlich in Deutschland verboten. Viele Spamer bekommen ihre eMail-Adressen aus Gästebüchern oder Communities, die gescannt werden. Daher sollte sich jeder überlegen, ob dort seine eMail-Adresse angegeben werden muß oder ob man auf eine eMail-Adresse zurück greifen kann, die speziell zugespamt werden kann …
  2. Spamer werten Ketten-eMails aus. Also wenn jemand meint, an alle Freunde im Adressbuch eine eMail schicken zu müssen, dass Microsoft die neue Windows-Vista-Version kostenlos verschenken würde, irrt auf der einen Seite und liefert Spamern wertvolle eMail-Adressen an die Hand … denn der nächste Freund klickt nur auf Weiterleiten … und prompt wird ein ganzer Haufen gültiger eMail-Adressen weitergeleitet. Spielt man das Spielchen fünf bis sechs mal durch, haben wir irgendwann 100 und mehr gültiger eMail-Adressen schön in einer eMail … und der Spamer, der per Zufall diese eMail abfängt, freut sich.
    Also wir lernen daraus:
    Ketten-eMails, in denen irgendetwas lustiges versprochen wird, was logisch eh nie eintrifft, nicht weiterleiten.So habe ich z.B. auch kurz nach dem Sieg der Italiener bei der Fußball-WM eine solche eMail erhalten, eine gewisse Pizzeria in Deutschland (welche wurde nicht genannt) würde kostenlose Pizza’s liefern. Komisch nur, dass es sehr logisch ist, dass keine Kieler Pizzeria nach München oder Traunstein an der österreichischen Grenze liefern wird – dann ist die Pizza kalt und der Kunde wartet erstmal neun bis zehn Stunden auf seine Bestellung. Also Unsinn solche Ketten eMails.
  3. Spamer kaufen eMail-Adresslisten ein. Gültige eMail-Adressen sind bei Spamern sehr beliebt und bare Münze. So kann ein gültiger Kontakt schnell einen Dollar und mehr wert sein, wenn Spamer untereinander eMail-Adressen verkaufen.
  4. Spamer versuchen durch eraten von eMail-Adressen, ihre Adresslisten zu füllen. Beispiel: Unser User heißt Peter Schulz. Seine eMail-Adresse könnte daher rein theoretisch peter.schulz@web.de, peter.schulz@gmx.de, peterschulz@hotmail.com usw. heißen. Die Wahrscheinlichkeit, hier gültige eMail-Adressen zu eraten, liegt sehr hoch.

Wie kann man sich davor schützen in solche Listen zu kommen?

Realistisch gesehen: gar nicht! Die deutsche eMail-Robinsonliste ist eine gemeinnützige Einrichtung im Rahmen des Verbraucherschutzes, in die sich einträgt, wer mehr Schutz vor Werbemails sucht. Der Vorgang ist für jedermann kostenlos. Deutsche Firmen können ihre Kontaktadressen an der Schutzliste abgleichen, um abmahnbare Spam-Verstösse zu vermeiden. Dazu gibt es ein mehrfach verschlüsseltes Verfahren und eine Spezialsoftware. Das dumme daran ist nur: Nur die aller wenigsten Firmen und erst recht nicht Spamer halten sich daran, da ein Großteil der Spam-eMails aus den USA oder aus Asien kommt.

Mit welcher Software kann man Spam abfangen?

Mein klarer Tipp: Spamfighter Pro! Diese Software überprüft jede eMail beim Empfang im eMail-Programm, errechnet aus dem Inhalt eine Checksumme und gleicht diese mit der Spamfighter-Datenbank ab. Ist diese Summe bereits von mehreren Benutzern des Programmes in der Datenbank abgeglichen, ist diese eMail zu hoher Wahrscheinlichkeit SPAM. Dieser Abgleich erfolgt innerhalb weniger Milisekunden. SPAMfighter Pro kostet etwas Geld in der professionellen Version … hat dafür aber auch eine sehr gute Erkennungsrate. Das Programm wird regelmäßig aktualisiert. Wer es lieber kostenlos haben möchte, sollte sich auf jeden Fall Spamihilator anschauen. Dieses Programm arbeitet ebenfalls recht ordentlich und erzielt ebenfalls sehr gute Ergebnisse.

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