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Spruch des Moments

Einen neuen Computer günstig einrichten

Linux Mint 17.1 Cinnemon

Linux Mint 17.1 Cinnemon

Wenn man sich einen neuen Desktop-PC oder Laptop kauft, kann man diesen mit relativ geringen Kosten einrichten. Wenn man sich vorher einige Gedanken macht, entstehen einem ggf. sogar “nur” die Anschaffungskosten.

Folgende Fragen sollte man sich vorab stellen:

  1. Wofür gebrauche ich den Computer?
  2. Welche Programme gebrauche ich für die spätere Arbeit?

 

Fragestellung: Wofür gebrauche ich den Computer?

Wenn man den Computer nur für den eMail-Abruf und Surfen im Web, etwas Schreibarbeit und etwas Tabellenkalkulation gebraucht, dann gibt es alle Programme samt Betriebssystem kostenlos im Internet zu Download; vor allem: alle Programme werden in einer Installation installiert!

Die folgende Aufstellung stellt ein Beispiel dar, meine Empfehlung. Alternativen gibt es daneben natürlich noch genug!

Bei einem Freund oder Bekannten kann man sich Linux Mint herunterladen, das System ist ca. 1,5 – 1,7 GB groß, beinhaltet jedoch alles, was man benötigt. Linux Mint ist mehrsprachig, daher keine Scheu, wenn die Webseite auf englisch ist; bei der Installation kann man definitiv deutsch als Systemsprache einstellen.

Man lädt sich also zunächst Linux Mint als .ISO-Datei herunter und speichert es auf dem Desktop.

Nun lädt man sich das Programm “Universal USB Installer – Easy as 1 2 3” herunter und speichert es ebenfalls auf dem Desktop und steckt den USB-Stick in einen freien USB-Schlitz, anschließend “Universal USB Installer – Easy as 1 2 3” mit einem Doppelklick starten. Nach einer Bestätigung der Lizenzbedingungen startet das Programm ohne Installation.

 

  1.  Bild #1: Aus der Liste unter “Select a Linux Distribution” den Wert Linux Mint auswählen
  2. Bild #2: Vom Desktop die ISO-Datei auswählen. Nun noch das USB-Laufwerk mit dem Stick auswählen, Option anklicken, dass der USB Stick formatiert werden kann, aktivieren, damit auf dem Stick eine saubere Installation erstellt wird.
  3. Bild #3: Sicherheitsabfrage mit Ja bestätigen, dass der USB Stick formatiert werden kann und das System auf dem Stick installiert werden kann.
  4. Bild #4: Der USB-Stick wird formatiert
  5. Bild #5: Das Linux System wird auf dem USB Stick installiert
  6. Bild #6: Wenn die Meldung kommt “Installation Done, Process is Complete”, dann ist das System vollständig auf dem USB-Stick installiert.

Anschließend kann man die ISO-Datei und das Programm “Universal USB Installer – Easy as 1 2 3” vom Desktop des Freundes löschen und mit dem USB-Stick seinen Laptop bzw. PC starten. Wichtig dabei ist: das Gerät muss von USB Stick booten; in der Regel können dies jedoch alle aktuellen Geräte problemlos.

Linux Mint 17.1 Cinnemon

Linux Mint 17.1 Cinnemon

Nun wird Linux Mint vom USB-Stick gestartet, dieser Vorgang kann etwas dauern, da das System wie geschrieben komplett vom USB-Stick gestartet wird. Mit diesem Vorgang wird es noch nicht auf dem Desktop-PC oder dem Laptop installiert, es werden keine Änderungen auf dem System vorgenommen. Nachdem das System gestartet ist, kann man mit Klick auf das Symbol “Install Linux Mint” Linux auf der Festplatte installieren; die Sprache auswählen etc.; alles ist sehr gut beschrieben, daher lesen, was dort steht – und nicht einfach nur klicken!

Linux Mint bringt von Haus aus alle wichtigen Programme mit, die man benötigt:

  • Mozilla Firefox als Webbrowser – www.mozilla.org
  • Mozilla Thunderbird als eMail-Programm – www.mozilla.org
  • LibreOffice mit dem Writer, Calculator etc. – www.libroffice.org
  • Ebenso sind zahlreiche weitere Programme sofort vorinstalliert

Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand: Linux Mint ist ein kostenfreies Betriebssystem, dass ständig weiterentwickelt wird, d.h. es gibt kein Supportende wie bei Microsoft Windows. Sollte eine Version nicht mehr unterstützt werden, installiert man sich halt kostenfrei eine neuere aktuelle Version. Das System ist sehr sicher, Sicherheitslücken werden schnell gestopft und kostenlos zur Verfügung gestellt; weiterhin gebraucht man noch keinen Virenscanner für Linux-Systeme, da es kaum Viren gibt.

 

Welche Linux Mint-Version soll man installieren?

Meine persönlichen Erfahrungen haben gezeig, dass dieses hier stark von der Hardware abhängig ist. Hat man ein neueres Gerät mit genügend Arbeitsspeicher etc., dann ist die Cinnemon oder Mate-Version optimal. Hat man jedoch ältere Hardware, einen Laptop der mehrere Jahre alt ist, leistungsschwach etc., dann sollte man auf jeden Fall die Xfce-Version nehmen. Man einer fragt sich nun, worin hier die Unterschiede bestehen: Cinnemon, Mate oder Xfce bezeichnen die grafischen Oberflächen. Xfce ist dabei sehr spartanisch und benötigt die wenigsten Resourcen und arbeitet in der Regel sehr schnell. Wer es lieber optisch etwas aufgepepter haben möchte, wählt die Cinnemon oder Mate-Version. Einige Screenshots kan man sich ebenfalls auf der Linux Mint Webseite anschauen – www.linuxmint.com. Ich empfehle hier grundsätzlich die Xfce-Version, da diese auf den meisten Geräten sehr gut funktioniert.

Wichtige Dinge, die man nach der Insallation machen sollte:

  • Die Firewall ” Uncomplicated Firewall” ufw starten – ubuntuusers.de
  • Die Adobe DRM Verwaltung installieren – ubuntuusers.de (sonst funktionieren Seiten wie VOX-Now, RTL-Now etc. nicht)

 

Welche Programme gebrauche ich für die spätere Arbeit?

Gehe ich zur zweiten Ausgangsfrage zurück – den benötigten Programmen. Wenn man für die tägliche Arbeit Programme im Einsatz hat, die ausschließlich nur unter dem Betriebssystem Windows funktionieren, dann sollte man klar zum Betriebssystem aus dem Hause Microsoft greifen. Linux-Experten widersprechen hier zwar, dass man auch Windows-Programme unter Linux zum Laufen bringen kann – JA – jedoch würde dies für viele Linux-Laien oder Anfänger zu weit führen; darauf möchte ich nicht eingehen.

Ich habe z.B. einige Grafikprogramme für spezielle Anwendungen im Einsatz, die nur auf Windows laufen, oder mein Passwortmanager. Hier möchte ich ungerne wechseln und mich komplett umstellen, d.h. mein Desktop-PC wird auch weiterhin mit Windows laufen. Auf meinem Laptop dagegen habe ich klar Linux Mint installiert.

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