Tobias Heuken – privater Blog & Heuken Webservice Rinkerode
Spruch des Moments

Historische Entwicklung und Deutung des Namens HEUKEN

Liebe Zeitgenossen,

schauen wir zurück, so waren im Warsteiner-Raum außer einigen Hünengräber und germanischen Kultstätten vor dem 6. und 7. Jahrhundert nach Chr. keine nennenswerten und historischen Denkmäler und Ereignisse zu finden. Im 6. und 7. Jahrhundert lebten hier die Brukterer, später kamen dann auch die Sachsen und Franken dazu.

Karl der Große ließ zu dieser Zeit systematisch, durchdringend und mit harter Hand das Christentum verbreiten. Wir können unterstellen, dass zu dieser Zeit die ersten Siedler im Warsteiner-Raum Wälder rodeten, freie Plätze schafften und sich an sprudelnden Quellen niederließen. Es war eine dunkle Zeit, die bis heute den Geschichtsschreibern noch viele Geheimnisse aufgibt.

Zu dieser Zeit entwickelten sich die ersten und uns heute bekannten Flur-, Siedlungs-, Dorf-, Städte-, Haus- und Familiennamen. Erzbischof Anno II von Köln, der das Kloster Grafschaft mitgründete, vermachte im Jahr 1072 die Warsteiner Flur dem Kloster. Die Siedler waren im Raume Warstein fortan zur Abgabe des zehnten Teils ihrer Ernte und Viehs verpflichtet, was sorgsam in den Verzeichnissen des Klosters Grafschaft über Jahrhunderte bis 1803 vermerkt wurde. Wostene-Wüstenei, Wastene-Warte am Stein, Wasten, Wairsten und schließlich Warstein-Schutzberg wurden unterschiedlich gedeutet und dürften ursächlich aus den ersten Ansiedlungen herzuleiten sein.

Zu dieser Zeit hat sich auch der Name Heuken entwickelt. Es ist anzunehmen, dass in Wostene – Woestene = Warstein Siedler sich im 12. Jahrhundert niederließen und als Hauken, Hoeken, Hoyke Wald gerodet und an einer Lichtung gelebt haben. Diese kleine Lichtung dürfte sich dann später als Hoeken-Lande bezeichnet worden sein. Die an einer kleinen Rodung in der Gegend von Warstein wohnenden Siedler Häuckens oder Heuckens, die durch einen Hau (= Holzschlag)eine Lichtung geschaffen haben, waren demnach wohl die ersten Vorfahren Heukens.

In der Rolla antiqua – die älteste und noch erhaltene Schatzurkunde des Klosters Grafschaft von 1515, wo alle Rechte, Gerechtigkeiten, Erträge, Einkünften und Renten des Klosters gesammelt und eingetragen wurden, taucht erstmalig der Flur- und ursächlich der Familienname Op den Roden lande boven Hoekenlande 1,5 morgen aus! 1 1/2 Jahrhunderte später erscheint dieser Name in der Rolle antiqua noch einmal, nämlich 1675: einen Morgen vor dem Riseney unter dem Heucken lande her beim alten Weg! Die unterschiedlichen Namensgebungen, Hoike, Hoycke, Hoikens, Hoekens, Hoeckens, Heuke, Heucken und Heuken sind wie bei den Flur-, Dorf-, Siedlungs- und Städtenamen durch die Entwicklung der Zeiten und durch oberflächliche und unverständliche Schreibweisen von Mönchen und Dorf-, sowie Stadtschreibern entstanden.

Nicht nur die Warsteiner Heuken -“ sondern auch die Rheinländer können mit einer schon frühen Historie der Heuken im Rheinland aufwarten. Im Stadtarchiv Mönchengladbach weisen Urkunden auf eine Heukenstraße hin und die älteste Nachricht, die den Namen Heuken einwandfrei erkennen lässt, ist aus dem Jahre 1405. Ein Stadtteil in Petershagen bei Herford trägt den Namen Heuken und lässt noch viele genealogische Frage offen. Die beiden Dorfnamen Heuke- und Heuckewalde in Sachsen und Heukendorf in Thüringen sind noch nicht geklärt und dürften auf Rodungszusammenhänge deuten. Abschließend sei gesagt, dass hier die sogenannten genealogischen Toten Punkte liegen, die zur Zeit und kommenden Generationen Aufgaben hinterlassen, deren Lösungen und Zusammenhänge den Heukens (vor allem im Sauerland und Rheinland) viel Arbeit – aber auch Freude geben werden.

© 2000 by Karl Heuken

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