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Spruch des Moments

Erstes Auftreten und Bedeutung des Namens heu(c)ken’s

Erstes Auftreten und Bedeutung des Namens Heuken, Heucken, Heu(c)kens

  • Der Familienname HEUKEN taucht in verschiedener Schreibweise seit ca. 1300 in unterschiedlichen Gegenden Niederdeutschlands auf. Bis jetzt läßt sich zwischen den einzelnen Zweigen noch Abstammungsverhältnis feststellen.

DerNachname HEUKEN stammt von Heuck ab. Der Name Heuck ist auch in den Varianten Heuke, Hoike und Hoyke zu finden. Der Ursprung liegt in dem mittelniederdeutschen hoike für einen ll Mantel mit Kragen 11 (S. auch den Hinweis 1 Bedeutung des Namens Heuken 1 lc). Bereits im Jahre 1336 wurde der Familienname Hoyke in Stralsund verzeichnet. Vor allem in Hamburg und Rostock ist der Name weit verbreitet.

  • Hansa- Zweig 1336 Albert Herman in Lüneburg Hoyke Hoyke in Stralsund 1425 Gereke Hoyke in Herford 1482 Bernd Hoyke in Münster 1562 Tuke Hoike in Flensburg (S. Hans Bahlow, Niederdeutsches Namenbuch, Heu(c)k (e); = S.231)
  • Rheinische Zweige 1405 Johann Heucken, Schoeffe in Giesenkirchen (Mönchengladbach) 1520 Vitus Hueken (Huecken) ebendort (s. Dr. P. Norrenberg, Geschichte der Pfarreien des Dekanates Mönchenglad-bach, Köln 1889; in K. Th. Dumont, Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln, Bd. XXI. Köln 1889, Seite 288,297) bis heute: ‘HEUKENSTRASSE’ in M.-Gladbach Ortsteil Giesenkirchen (S. Stadtplan Mönchengladbach)
  • Niederrhein 1722 Helena Heuckens, Menzelen (Dispensgesuch) 1731 Johann Heuken, Menzelen, Organist n. 1750 Peter Heuken aus Niedermörmter (Wesel), Landwirt 1800 Lambert Heuken, geb. in Wissel (Kleve), Landwirt (Stammvater der Menzeler Heuken, s. Chronik der Familie Heuken von Rolf Heuken, Altenkirchen; 1987)
  • Aachen 1711 Johann Adolf Heucken (+ 1756) geb. i. Wickrath (Niederrhein), Stammvater des Aachener Zweiges, s. W. L. Janssen und A. Schumacher Geschichte der Familie Heucken in Aachen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Postwagenunternehmungen (1746 -1867), Chronik von 1938
  • Einzelpersonen 1721 Hermana Heuckens; Verlobung mit R. v. Botholen (1747; Oeffelt, Maas, Niederlande); H. Deitmer SJ Kölner Generalvikariatsprotokolle. 1753 Isfridus Heucken, geb.: 1776 Priesterweihe. Franziskaner-Recollekten in Kempen; Torsy, Der Regularklerus in den Kölner Bistumsprotokollen, 2. Teil, 1985; S. 302 1754 Konrad Josef Friedrich Heucken, geb. Aachen; 1780 Priesterweihe; in Janssen-Lohmann, der Weltklerus in den Kölner Erzbistums-Protokollen; s. H., Nr. 762 – 765 1756 Heucken, Felicissimus, geb.; 1779 Priesterweihe; 1795 als frevelhafter (Minorit-) Mönch in würselen bestraft; Torsy, ibid., 1. Teil S. 366 1758 Heucken, Johann geb. in Floren, Pfarrer in Hoven; 1784 Priesterwei-he; ascr. in Hoven; JanssenLohmann, ibid. S. 604
  • Sauerländer Zweig siehe Warsteiner Zweig und Anröchte
  • Warsteiner Zweig Schreibweise des Namens wechselt zwischen Heucken Heuken, Hoeken, Hoecken.HEUKEN in Warstein / Sauerland ansässig seit ca. 1475 bis 1751.Da sich Abstammungsbeziehungen schwer feststellen lassen, werden alle Namen genannt. um 1475 Hermann Heuckens aus Warstein 1) um 1500 Johann Heucken in Warstein, 1) 1515 ‘Hoecken lande’ in Warstein genannt, 2) 1545 Martyn und Thonys Heuckens erwähnt in einer Appellation des Rates der Stadt Warstein an die Stadt Rüthen, 1) 1599 Gabriel Heucken bekommt 6,5 Mudde Gerste, 3) 1653 Hermannus Heucken, geb. in Warstein 1675 Tonsur in Paderborn, 1678 Priesterweihe, Patrimonium von 25 Goldflorin aus dem , Millinger Zehnt’ von Wilhelm Rütger von Meschede (Millingen am Niederrhein) 4 ) 1675 ‘unter dem Heucken’ 5) 1674 Jobst Hoykens Witwe Elisabeth Tegeler verpfändet Land Kloster Grafschaft, 6) 1676 Witwe des Heuckens (Schatzung Warstein, W 311,4 S. 179 = S. 156: 1696: B. Hoyken) 1683 Georg (-Jodokus) Heucken, Consul (= Ratsherr) in Warstein gestorben, stiftet Weihetitel für Johann-Jodokus Heucken, geweiht zum Subdiakon;1688 Vikar in Eslohe. 7) Witwe Jörgen (?) Höecken (W 311,3,S.183) 1686 und 1692 Hermannus Heucken, Küster und kaiserlicher beglaubigter Notar in Warstein fertigt Unterlagen für das Reichskammergericht in Wetzlar, 8) 1704 Katharina Heuckens, Eheaufgebot in Warstein 9) 1717 Hermannus Heucken und sein Schwiegersohn, Müller Caspar (Kestingen) in Schatzung von Warstein, lO) 1719 Anna Marg. Heucken und Ehemann Caspar Kestingen kauften Land von dem Risteney in Warstein, 11) 1726 Hermannus Heuckens Witwe, Anna Wessels, verpfändet Land an Kloster Grafschaft,12) 1726 Johann (-Heinrich) Heuken (auch Hoecken) aus Warstein heiratet ein auf dem Cameshof in Anröchte; er ist der Stammvater der zahlreichen Anröchter Heuken, s. Stammbaum 2 1738 Math. Heuckens Witwe, Joh. Maria Friesen verkauft 1 Morgen Land an Kloster Grafschaft, 13) 1751 Mechthild Heuckens erbittet Ehedispens, 14)Anmerkungen: 1) S. J. Bender, Geschichte der Stadt Warstein, Werl 1844, S. 202 Nr. 37 und Dokument aus dem Stadtarchiv Rüthen. 2) Rolla antiqua, die älteste ‘Schatzungsliste des Klosters Grafschaft, bzgl. der Ländereien seines Zehnthofes in Warstein; s. auch 1675 3) M. Wolf, ‘Das Archiv des ehem. Klosters Grafschaft’, Arnsberg 1972, S.179, Nr. 489 4) Janssen-Lohmann, ‘Der Weltklerus i. d. Kölner Erzb.-Protokollen, l935. S.603, Nr.763 bzgl. Tonsur s. Paderborner Archiv HS XXVIIl2 (Fotokopie…) 5) M. Wolf, ibid. S. 194, Nr. 535: Flurname in Warstein 6) M. Wolf, ibid. S. 247, Nr. 429 s. Fotokopie, Güter zu Warstein N 111 7) H. Deitmer, ‘Die Kölner Generalvikariatsprotokolle, Köln 1970,S.548 8) Staatsarchiv Münster, Reichskammergericht Wetzlar Nr. 311, Bd. 2, Warstein S. 30 f 41 u.a. 9) H. Deitmer, getippte Notiz; Verlobung mit Konrad Pieper 10) Herzogtum Westfalen, Landstände, Schatzungsregister Quartal Rüthen, d.2, Stadtarchiv Arnsberg 1V A Nr. 7; aus: aus: Staatsarchiv Münster fot. 599 Bd. 20, Stadt Warstein (S. 357-390), S. 363. 11) M. Wolf, ‘Das Archiv des ehemaligen Klosters Grafschaft’ S. 247, Nr. 429, sub. 24 12) M. Wolf, ibid. S. 247, Nr. 429, sub.25 (s. Fotokopie. Güter zu Warstein, N.25) 13) M. Wolf, ibid. S. 248, Nr. 429, sub. 31 14) Mechthild Heuckens, sponsa superadulta (Affel, Pfarrei Plettenberg, Dek. Attendorn) erbittet Dispens vom Hindernis der Schwägerschaft 3. Grades mit Hen. Hubers, Ww. aus Bengen, Diöz. Roermond/ Holl.), s. Deitmer SJ, Folge 12
  • Bedeutung des Namens HEUKEN Hans Bahlow, ‘Niederdeutsches Namensbuch, S. 231 erklärt den Namen HEU(C)K(E) aus ‘hoike’ =, Mantel mit Kragen, wie z.b. in swartehoyke , vro-wenhoyke (Frauenmantel). Dieses Wort findet sich auch im ‘Der Große Brock-haus™, Bd.5 (1954), S.428 f. HEUKE (nd. Hoike): mantelartiger, geknöpfter Überwurf. Nach K. Schiller und A. Lübben, ‘Mittelniederdeutsches Wörterbuch™, Bd.2, siehe: hoike, heike, huke, hoke = glockenartiger Mantel mit Kragen. Fr. Woeste, ‘Wörterbuch d. Westfälischen Mundart’ S.95 ‘häuken’- – Art Weiber-mantel, der auch den Kopf bedeckt.Im Mitteldeutschen ist ein ‘Hau’ eine Waldlichtung, die gehauen oder abgeholzt ist; eine kleine Lichtung heißt dann ein, Häu-ken/chen™. Danach bezeichnete man die dort wohnenden Leute als ‘Häu(c)ken(s)’oder ‘Heu(c)ken(s)’ Aber für ‘Hau’ gibt es im K. Schiller und A. Lübben, ‘Mittelniederdeutsches Wör-terbuch, Bd.2 und in Fr. Woeste, ‘Wörterbuch d. Westfälischen Mundart™, keine Belege, wohl aber im H. Dittmaier, ‘Rheinische Flurnamen™, Bonn 1963, S. l03: ‘Hau’ = Holzschlag, gefällter Wald.Für die zweite Lösung spricht im Warsteiner Fall, daß das Wort ‘Warstein/Woestene’ mit Rodung dieser Gegend im 12Jahrhundert zu tun zu haben scheint (S. War-stein, 700 Jahre Stadt Warstein, S. 13 ff). Hinzu kommt, daß die ‘Rolla antiqua’ die älteste erhaltene Schatzungsurkunde des Klosters Grafschaft (1515) vermerkt ‘Op den Roden lande boven Hoecken lande 1,5 morgen’ (Land des Zehnthofes in Warstein). Eineinhalb Jahrhundert später taucht dieser Flurname noch einmal in Warstein auf, nämlich 1675 einen Morgen vor dem Riseney unter dem Heucken her beim alten Weg’ (s. M. Wolf, Nr. 535, S. 194). Die beiden Dörfer ‘Heukewalde’ u. ‘Heuckewalde’ in Sachsen und vielleicht auch ‘Heukendorf’ in Thüringen deuten auf den gleichen(‘Rodungs’-) Zusammenhang. Dagegen spricht 1. daß der Name Heuken nie mit ‘au™, sondern immer mit ‘eu’ oder ‘oy’, bzw. šo˜ geschrieben wird; 2. daß ‘Hau’ nur im Rheinland bis zur Linie Aachen-Düsseldorf (Benrat-her Sprachgrenze) und im Kreis Kleve vorkommt (s. H. Dittmaier loc. cit). Kann man daraus folgen: 1. Der Name kommt aus dem mitteldeutschen Sprachgebiet? Oder 2. der Name entsteht unabhängig mit unterschiedlicher Bedeutung im niederdeutschen (ca) und mitteldeutschen (cd) Raum? Gegen die Lösung 1 spricht: a) Bestehen des Hansa-Zweiges im 14.Jhd; b) Schreibweise mit , en, oy, oi, ö’ und häufig mit (ck), und c) keinen Beweis eines genealogischen Zusammenhanges der Niederrheiner und der Sauerländer Versuch einer möglichen Abstammungsverbindungder Heucken in Warstein ca. 1475 – 1726
    Mögl. Geburtsdatum: Name: Erwähnung: Jahr:
    1. ca. 1475 Hermann als Großvater 1545
    2. ca. 1500 Johann als Vater 1545
    3. ca. 1530 Martyn (od. Thomas) Rüthener Dokument 1545
    4. ca. 1560 Gabriel erhält Gerste 1599
    5. ca. 1610 Jobst 1) Witwe, verpfändet Land 1675
    6. ca. 1640 Georg-Jodokus 2) stirbt 1688
    7. ca. 1660 Hermannus 3) Wird als Küster u. Notar erwähnt 1666 1696 1717
    (8.) ca. 1700 Joh.-Heinrich heiratet 1726
    8. 1726 “ 1987 u. weiterer Stammb.    

    Anmerkung: 1) Andere Kinder (?) *1653 geb. Hermannus (1678 Priesterweihe) 2) Andere Kinder (?) 1. ± 1660 Joh.-Jodokus (1683 Subdiakonatsweihe) (2.) ± 1670 Hermannus (1686 Notar u. Küster) 3. ± 1680 Katharina (1704 Ehedispens) 3) Andere Kinder (?) 1. ± 1685 Math. H. (1738 schon tot) 2 ± 1685 Anna Marg. (1719 Ehefrau vom Caspar) 3 ± 1700 Johannes Heinrich (1726 Heirat)

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