Computervirus Conficker greift an

Aggressiver Angriff, ratlose Systemadministratoren: Ein höchst erfolgreicher Computerwurm hält IT-Sicherheitsexperten in Atem. Der Conficker oder Downadup befällt augenscheinlich wehrlose -Rechner in Massen. Doch was will der ?

IT-Sicherheitsunternehmen haben es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt, in die Schlagzeilen zu kommen. Die Zeit der großen Virenwellen, die spektakuläre Schäden verursachten, schien vorbei. Die meisten modernen verhalten sich unauffällig, schnüffeln auf fremden Rechnern und schädigen Einzelne sehr gezielt. Das liegt auch daran, dass das Gros der heutigen Viren von Kriminellen mit knallharten finanziellen Interessen in Umlauf gebracht wird.

Beispiellos erfolgreich

Luxemburger Computervirus Win32/Inject.NBL im Umlauf

Mit „Luxemburg“ verbindet man automatisch die Begriffe Diskretion und (Daten-). Wie die Labs jedoch herausfanden, führt der Win32/Inject.NBL genau das Gegenteil im Schilde. Dieser aus Luxemburg verschickte befällt seit Anfang dieser Woche vor allem Anwender von Live Messenger, AIM und Triton. Befallene PCs werden gegen ihren Willen und ohne Wissen des Anwenders in Botnetze eingespeist und vermutlich für das Versenden von Malware missbraucht.

Neugierde wird bestraft

Neuer Computervirus: Festplatten-Daten werden verschlüsselt

Entschlüsselung nur gegen Lösegeld

Sicherheitsexperten schlagen Alarm. Ein neues Schadprogramm verschlüsselt Dateien in infizierten Rechnern. Das Entschlüsselungsprogramm gibt es von cyberkriminellen Erpressern gegen Bares – ein kriminelles Geschäftsmodell mit Zukunft, sagen Experten.

Keine Entwarnung an der - und Virenfront: Die Zahl der werde sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr verzehnfachen, befürchten Experten der russischen Antivirenfirma . 20 Millionen neue sagen die russischen Experten insgesamt voraus. Andere Sicherheitsunternehmen warten mit ähnlichen Prognosen auf.

Ihre Dateien wurden verschlüsselt

1 Millionen Computerviren in Anmarsch

Der finnische Antivirenhersteller hat die Statistiken des ersten Quartals 2008 ausgewertet und die Ergebnisse bekannt gegeben. Das Unternehmen schätzt, dass dieses Jahr insgesamt eine Million neue Schädlinge das Licht der Welt erblicken – täglich trudelten auf den Servern 25.000 ein.

Diese Anzahl kommt nicht unerwartet, hatte doch der Dienstleister AV-Test bereits im vergangenen Jahr täglich die gleiche Anzahl an Schädlingen verzeichnet – bekam sie aber von allen Antivirenherstellern und aus weiteren Quellen wie Honeypots. Laut Andreas Marx, Geschäftsführer von AV-Test, kamen alleine am heutigen Tag bis 13 Uhr 21.439 sogenannte Unique Samples auf den Servern des Unternehmens an, also Schädlinge mit einzigartigem Fingerabdruck nach MD5. Erwartete Marx noch für Ende 2007 insgesamt 7 Millionen Samples in der Schädlingssammlung, durchbricht die Anzahl voraussichtlich Mitte April bereits die 10-Millionen-Marke. Das zeigt, das einzelne Antivirenhersteller lediglich einen Bruchteil der kursierenden Schädlinge überhaupt erhalten.

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