Spam kostet Firmen Millionen Euro

10. November 2007 | ID: 412 | 340 Artikeleinblendungen

80 Prozent aller E-Mails sind unerwünscht

„Die Konferenz fällt heute aus“, „Kollege Meyer lädt nach Feierabend zu einem Umtrunk in seinem Büro“ oder „Die Kantine bleibt heute geschlossen“ – elektronische Post ist aus unserem Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Jeder zweite Arbeitnehmer hat eine eigene E-Mail-Adresse. Aber: Rund 80 Prozent aller E-Mails in Deutschland sind Spam.

Ein Großteil dieser unerwünschten Nachrichten kommt laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) aus den USA und China. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Forsa hat der Verband insgesamt 1001 Deutsche repräsentativ befragt. Oft werde in den E-Mails für Medikamente und Finanzprodukte geworben. Kosten: Auf rund 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr beläuft sich der Kampf gegen unerwünschte Werbemails, hat die Universität Hamburg in einer Studie hochgerechnet. In einem Unternehmen mit „nur“ 25 Mitarbeitern sind das stolze 12.500 Euro

Demnach treibt nicht nur die Anzahl der Spam-Mails, sondern vor allem die bei den Empfängern eintretende Verhaltensänderung die Kosten in die Höhe. Denn von Spam betroffene E-Mail-Nutzer kontrollieren sehr viel öfter ihr Postfach, weil sie fürchten, wichtige Mails zu übersehen oder versehentlich zu löschen. Im Vergleich zu diesem Verlust von Arbeitszeit fallen technische Kosten wie zusätzlicher Speicherplatz und der Zusatzaufwand von IT-Abteilungen weniger ins Gewicht.

Stephan Kahl, Pressesprecher BITKOM: „Wir empfehlen, einen leistungsstarken Spamfilter zu nutzen, der verdächtige Mails aussortiert. Arbeitnehmer sollten außerdem nie auf Spams antworten. Denn Rückmeldungen sind für den Absender eine Bestätigung dafür, dass die E-Mail-Adresse tatsächlich aktiv ist. Wer antwortet, erhöht nur das Risiko, noch mehr Spam zu bekommen.“

Übrigens: Trotz der zunehmenden Kommunikation per E-Mail ist das papierlose Büro noch Zukunftsmusik. Denn in den meisten Unternehmen werden viele Mails ausgedruckt – unabhängig ob es sich um eine dienstliche Weisung oder eine private Mitteilung handelt. Mit knapp 253 Kilo Papier pro Bundesbürger haben die Deutschen laut Bundesverband für Umweltberatung im vergangenen Jahr sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Damit liegen die Deutschen im internationalen Vergleich hinter den USA, China und Japan auf dem vierten Platz.

Quelle: http://www.bild.t-online.de

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Artikel wurde veröffentlicht am: Samstag, 10. November 2007
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Kategorie/n: Internet-Sicherheit, News, SPAM-News
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