Russland: Erster Trojaner auf Geldautomaten
Schädling direkt an der Geldquelle eingesetzt
Schadprogramme, die Kontodaten ausspähen, sind ein alter Hut. Die kennt man ja aus dem Internet. Anders sieht’s aus, wenn der Schädling gleich im Geldautomaten steckt. Sicherheitsexperten haben so ein Exemplar jetzt in Russland gesichtet.
Mittwoch, kurz vor 17 Uhr. Ein Mann betritt den verwaisten Vorraum der Bankfiliale. Schnell durchquert er den Raum Richtung Geldautomat. Ein kurzer Blick über die Schulter, dann schiebt er eine Karte in den dafür vorgesehenen Schlitz. Mit schlafwandlerischer Sicherheit finden seine Finger die richtigen Stellen auf dem Ziffernblock, während sein Blick immer wieder zur Eingangstür schweift.
Immer schön vorsichtig
Ein Dieb? Oder gar ein Bankräuber? Weder noch. Bloß ein ganz gewöhnlicher Bankkunde, der sich an die einschlägigen Tipps hält, die ihn vor davor bewahren sollen, Opfer von Betrügern zu werden. Und die lauten "Lass Dir bei der PIN-Eingabe nicht über die Schulter schauen" oder "Notiere niemals die Nummer auf der Karte".
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