PageRank-Strafe ala Google

29. Oktober 2007 | ID: 408 | 382 Artikeleinblendungen

Googles Pagerank (PR) ist mittlerweile eine Währung im Internet. Je besser der Pagerank, desto höher die Chance auf eine gute Positionierung in den Suchergebnissen. Weil eine verlinkte Website auch vom Pagerank des Linksetzenden profitiert, ist es unter ranghohen Websites seit geraumer Zeit üblich, Links zu verkaufen, mit denen die verlinkten Angebote ihren Pagerank steigern wollen. Ein Link von einer Seite mit PR 6 kostet dann schon mal 30 bis 100 Euro pro Monat, bei PR 7 ab 200 Euro aufwärts, und für PR 8 zahlt man einige tausend Euro. Dagegen geht Google nun offenbar vor.

Die Link-Popularität ist ein wesentlicher Faktor im Google-Ranking, das die Relevanz von Suchergebnissen bestimmt. Deshalb ist Google nicht sehr angetan vom Handel mit den Verweisen und erklärt in seinen Guidelines auch glasklar, dass solches Linktrading nicht erwünscht ist. Dennoch haben sich professionelle Linkhändler etabliert. Viele große Portale und insbesondere Medien-Websites haben auf ihren Startseiten gekaufte Links platziert.

Jetzt holte Google zum Schlag gegen Linkhändler aus und verringerte in einer drastischen Aktion weltweit den Pagerank vieler Seiten. Dies dürfte den betroffenen Betreibern doppelt weh tun: Zum einen müssen sie auf die unmittelbaren Einnahmen des Linkhandels verzichten, und zum anderen bricht der Traffic, der dank guter Suchergebnis-Platzierungen auf die Seiten geleitet wird, massiv ein – und damit auch die Werbeerlöse.

Viele hat es erwischt: Der Online-Auftritt der Wochenzeitung Die Zeit etwa wurde von ihrem erstklassigen Pagerank 8 auf 5 heruntergestuft. Ähnlich erging es auch anderen Medienseiten wie Chip.de (von 7 auf 4), Brigitte.de (von 6 auf 4), Geo.de (von 6 auf 4) und Telepolis (von 7 auf 5). Am heftigsten hat Google natürlich die Linkhändler abgestraft. Deren mühsam aufgebaute Pageranks wurden teilweise auf 1 herabgestuft, die Seiten damit beim Pagerank in die Bedeutungslosigkeit katapultiert.

Die Reaktionen waren hektisch bis panisch, auf den meisten Seiten findet man wenige Stunden nach der Umstellung keine Spur der gekauften Links mehr. Auch wenn die Meinungen der professionellen Optimierer über die endgültigen Auswirkungen auseinander gehen – die Aktion zeigt, welchen Einfluss Google mittlerweile auf die Medienlandschaft hat.

Quelle: http://www.heise.de

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Artikel wurde veröffentlicht am: Montag, 29. Oktober 2007
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Kategorie/n: Google, News, Suchmaschinen
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    [...] Tage bevor Google im letzten Jahr begann Websites für das Verkaufen von Links abzustrafen, führte Construktiv für das Projekt Mister Wong Textlinks als Werbeform [...]

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