Ende Januar 1999 kaufe Yahoo! die Portalwebseite GeoCities für 3,5 Milliarden US-Dollar. GeoCities war weltweit ein Erfolg – bis zu diesem Jahr. Zehn Jahre nach dem Kauf wird GeoCities von Yahoo! ersatzlos geschlossen.
Einst war GeoCities einer der ersten Billig-Webhoster; man konnte dort Texte, Bilder, Videos und aller Art von Dateien hochladen. Auf den Yahoo!-Servern war genug Platz. Aber in finanziell schweren Zeiten muss auch der Internet-Konzern Yahoo! einsparen – Mitarbeiter und Kosten. Aus diesem Grunde wird dieses Jahr GeoCities dicht gemacht – einer der genz Großen, der nie viel Wirbel gemacht hat.
Brite startet neuartige Wissensmaschine "Wolfram Alpha"
Stephen Wolfram gilt als Mathe-Genie. Der Brite machte seinen Doktor mit 20 und schrieb eine Standardsoftware für Berechnungen aller Art. Sein jüngstes Projekt heißt "Wolfram Alpha" – eine Suchmaschine, die auf fast jede Frage eine Antwort weiß.
Ein schmales Texteingabefeld auf einer schlichten Webseite – so sieht das "Tor" zum Wissen dieser Welt bei Google aus. Ähnlich spartanisch geht es auch bei "Wolfram Alpha" zu. Das ambitionierte Projekt des renommierten britischen Physikers und Mathematikers Stephen Wolfram startet Anfang Mai. Doch die zugehörige Webseite ist jetzt schon online – einfach gestaltet wie die Suchseite bei Google. Damit hören die Gemeinsamkeiten allerdings schon auf.
Fertige Antworten statt Trefferlisten
Geschrieben am März 26, 2009 | Kategorie
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Die Chefsuche beim Internet-Konzern Yahoo ist abgeschlossen – doch die Zukunft des kriselnden Online-Pioniers ist weiter unklar. Die neue Konzern-Lenkerin Carol Bartz steht vor einer Mammutaufgabe mit vielen Schicksalsfragen. Kann Yahoo überhaupt auf eigene Faust überleben? Sollte das kalifornische Unternehmen sein Online-Anzeigengeschäft verkaufen? Kann aus einem der mächtigen Rivalen wie Google oder Microsoft doch noch ein rettender Partner werden?
Die monatelangen Querelen um eine Übernahme durch Microsoft und ein außergewöhnlicher Exodus von Führungskräften und Entwicklern haben Yahoo-Mitgründer Jerry Yang am Ende zermürbt – und mit ihm ein Stück weit den gesamten Konzern. Nur 18 Monate hielt sich der 40-Jährige im Chefsessel, von dem aus er Yahoo auf Vordermann bringen wollte. Dann warf er unter dem Druck unzufriedener Aktionäre das Handtuch.
Das Internetunternehmen Yahoo will künftig mit dem Erzrivalen Google im Bereich Online-Werbung zusammenarbeiten. Zugleich erklärte der Internet-Konzern die Gespräche mit Microsoft über eine vollständige oder zumindest teilweise Übernahme durch den Softwareriesen für endgültig beendet.
Konzernchef Jerry Yang sagte, die Partnerschaft mit Google werde sich schneller auszahlen als ein Geschäft mit Microsoft. Yahoo will Google-Suchanzeigen auf seiner Seite platzieren. Dadurch könnten jährlich 800 Millionen Dollar an Umsatz erzielt werden, so der Konzern. Yang betonte, der Pakt mit Google schließe keine künftige Fusion mit anderen Firmen aus, auch nicht mit Microsoft.
Mit SearchMonkey stellt Yahoo heute einen Dienst vor, mit dem sich jeder Website-Betreiber eine Suchmaschine nach eigenem Gusto zusammenbauen kann. Datengrundlage sind die Yahoo-Daten, die sich durch eigene Webservices ergänzen lassen. So lässt sich zum Beispiel eine Site-übergreifende Suche aufbauen, die die zum Suchtreffer passende Adresse, Bewertungen oder den Börsenkurs anzeigt.
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