Google weist Klage gegen Street View zurück
Wer nicht wie ein Einsiedler in der Wüste lebt, hat heutzutage kaum die Möglichkeit, seine Privatsphäre vollständig zu schützen. Stattdessen müsse er damit rechnen, Bilder von sich oder seinem Haus im Internet wiederzufinden. Das in etwa ist die Botschaft einer Eingabe von Google an ein US-Bezirksgericht. Das Schreiben ist die Antwort auf eine Klage eines Ehepaares aus Pittsburgh, das seine Privatsphäre durch die Abbildung seines Hauses in Google Street View verletzt sieht.
Google weist die Anschuldigungen des Ehepaares zurück. Der Anblick ihres Hauses, den die Kläger beanstandeten, sei einfach nicht privat, argumentieren die Google-Anwälte in der Eingabe, die in Auszügen auf der Seite The Smoking Gun veröffentlicht ist. Die Straßenseite eines Hauses sei für jeden Besucher, Lieferanten oder Telefontechniker sichtbar. Obwohl die Kläger in einer Privatstraße wohnten, könnten viele andere, Nachbarn, Lieferanten, Besucher, das Haus sehen. Deshalb sei diese Ansicht nicht privat. Zudem kursierten eine Reihe vergleichbarer Bilder des Hauses im Internet, bevor Google das Bild des Hauses online gestellt habe.
Das Internetunternehmen Yahoo will künftig mit dem Erzrivalen Google im Bereich Online-Werbung zusammenarbeiten. Zugleich erklärte der Internet-Konzern die Gespräche mit Microsoft über eine vollständige oder zumindest teilweise Übernahme durch den Softwareriesen für endgültig beendet.
Konzernchef Jerry Yang sagte, die Partnerschaft mit Google werde sich schneller auszahlen als ein Geschäft mit Microsoft. Yahoo will Google-Suchanzeigen auf seiner Seite platzieren. Dadurch könnten jährlich 800 Millionen Dollar an Umsatz erzielt werden, so der Konzern. Yang betonte, der Pakt mit Google schließe keine künftige Fusion mit anderen Firmen aus, auch nicht mit Microsoft.
Mit SearchMonkey stellt Yahoo heute einen Dienst vor, mit dem sich jeder Website-Betreiber eine Suchmaschine nach eigenem Gusto zusammenbauen kann. Datengrundlage sind die Yahoo-Daten, die sich durch eigene Webservices ergänzen lassen. So lässt sich zum Beispiel eine Site-übergreifende Suche aufbauen, die die zum Suchtreffer passende Adresse, Bewertungen oder den Börsenkurs anzeigt.
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Große Teile des Webs liegen in für Suchmaschinen bisher unzugänglichen Bereichen, etwa in Datenbanken. Suchmaschinen-Spidern versperrten dort bislang Eingabeformularen den Zugang – die dummen Crawler konnten diese bislang nicht bedienen. Man spricht daher auch vom unsichtbaren oder dunklen Web (Invisible Web, dark Web), weil sich seine Inhalte nicht in Suchmaschinen widerspiegeln.
Laut einem Posting in Googles Webmaster-Blog versucht sich Googles Crawler Googlebot jetzt auch an Formularen. Findet er auf hochwertigen Sites Seiten mit Eingabefeldern, so füllt er sie mit Begriffen, die er auf der Seite findet. Menüs, Checkboxen und Radio-Buttons bedient der Crawler auf ähnliche Weise. Dabei hält er sich an Vorgaben von Webmastern, ob er bestimmte Bereiche betreten darf oder nicht – robots.txt, nofollow- und noindex-Anweisungen behalten also ihre Wirkung.
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales startet Mitmach-Suchmaschine
Suchmaschinen gibt es viele – am Montag kommt eine weitere hinzu: Jimmy Wales startet mit Wikia Search sein eigenes Suchmaschinenprojekt. Der agile Unternehmer und Wikipedia-Mitbegründer will das Suchen neu erfinden. Sein Angriffsziel heißt Google.
Manche Suchmaschinen suchen überall im Netz, andere nur in Weblogs oder regionalen Angeboten. Wieder andere beschränken sich auf Shops, vergleichen Preise oder fahnden nach Musik, Erotik oder Büchern. Besonders clevere Suchmaschinen durchforsten die Ergebnisse der Konkurrenz und destillieren daraus eigene Listen.
14 Millionen Dollar Startkapital