Betrüger werben per Mail Geldboten an
13. April 2006 | ID: 7 | 845 ArtikeleinblendungenExperte: Trick dient Geldwäsche - Kuriere machen sich strafbar
Mit einer dreisten Masche über massenhaft versendete E-Mails versuchen derzeit Betrüger, ahnungslose Internetnutzer als Geldboten zu missbrauchen. Zur Osterzeit seien solche E-Mails jetzt in gigantischen Mengen vor allem in Deutschland und Ü–sterreich in Umlauf, warnen Experten. Inzwischen würden die Betrüger sogar Kinder und Jugendliche ab 16 Jahren ansprechen, sagte ein Sicherheitsfachmann, der nicht genannt werden will.
Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, damit hört der Spaß auf. Der Trick dient der massenhaften Geldwäsche von Geldbeträgen, die Betrüger über im Internet ausgespähte PINs und TANs erbeutet haben. Die Angeschriebenen werden mit einem lukrativen Nebenjob geködert. Als Voraussetzung sollen die potenziellen Opfer unter anderem über einen E-Mail-Zugang und ein Konto verfügen.
Lukrativ, aber strafbar
Der Nebenjob soll darin bestehen, auf das eigene Konto überwiesene Geldbeträge in bar abzuheben und unter anderem bei der Deutschen Postbank, Partnerin der amerikanischen Western Union, einzuzahlen. Fünf Prozent der überwiesenen Summe kann der Bote einstreichen. Auf der Internetseite der Nassauischen Sparkasse heißt es sogar, dass den Kurieren mitunter bis zu zehn Prozent des einzuzahlenden Betrages angeboten werden.
Der Haken: Die Geldboten machen sich strafbar, die Empfänger des Geldes dagegen sind nicht mehr ermittelbar, sagte ein Experte. Der Geldbote gerät in eine ganz üble Situation. So werde er das erste Opfer der Betrüger sowie dessen Bank mit Regressansprüchen auf den Fersen haben. Zudem werde die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und des Internetbetrugs ermitteln. Und schließlich hätte die Verbrecherbande selbst die persönlichen Daten des Geldboten.
Quelle: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,3924044,00.html
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Artikel wurde veröffentlicht am: Donnerstag, 13. April 2006
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