Informationspflicht bei Dialern in Kraft

Neue Regelung zur KundeninformationInternet-Nutzer sind seit Freitag besser vor teuren Dialern geschützt.

Die neue Vorschrift der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ist in Kraft getreten, wonach alle Dialer-Anbieter die Kunden vor der Herstellung der kostenpflichtigen Verbindung über die entstehenden Kosten informieren müssen. Diese verschärften Vorgaben der Regulierungsbehörde gelten seit März für Neuregistrierungen. Alte Dialer, die die neuen Vorschriften nicht erfüllten, durften noch bis zum 16. Juni 2005 übergangsweise verwendet werden.

Verbot von irreführenden Formulierungen

Das neue Zustimmungsfenster muss nach Angaben der Regulierungsbehörde mindestens ein Drittel und darf höchstens zwei Drittel der Bildschirmdarstellung einnehmen.

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Nigeria-Mails: Bauernfänger im Netz

Mit Betrugsmails aus Nigeria lebt die westliche Welt seit über fünfzehn Jahren. Trotzdem, schätzen Polizeibehörden, entstehe noch immer ein jährlicher Schaden von fünf Milliarden Dollar.

Die Geschichten werden täglich millionenfach in alle Welt versandt und versprechen vor allem eines: in kurzer Zeit reich zu werden. Das Schema ist immer das gleiche: In den E-Mails aus Nigeria oder Sierra Leone bitten wildfremde Menschen um Hilfe. Sie hätten Millionen Dollar geerbt, kämen aber aus politischen Gründen nicht an das Geld auf ihrem Konto. Nur ein Ausländer könne beim Geldtransfer helfen. Als Provision winke ein Teil des Geldes. Es handelt sich hier um fantastische E--Geschichten, mit krimineller Absicht, sagte der Volkskundler Klaus Roth am Freitag auf einer Fachtagung in Marburg. Die betrügerischen Mails stünden ganz in der Tradition der Lügengeschichten: Aber statt wie früher den Leser einfach zu unterhalten, solle dieser selbst aktiv werden und Bankgeschäfte tätigen.

Wurm tarnt sich als Nachricht über Verhaftung von Osama bin Laden

Ein neuer tarnt sich unter anderem als englische Nachricht über die Verhaftung des international gesuchten al-Qaida-Führers Osama bin Laden oder die Tötung des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein bei einem Fluchtversuch.

Die gibt etwa vor, im Anhang Bilder über die Verhaftung bin Ladens zu enthalten; in Wirklichkeit findet der Empfänger eine ausführbare Datei, deren Start den Schädling Bobax.P installiert.

Der verbreitet sich von infizierten PCs über eine eigene SMTP-Engine und versucht in andere Windows-Systeme über die bekannte LSASS-Lücke einzudringen. Zudem manipuliert er die HOSTS-Datei auf dem PC. Zuerst wurde der Schädling mittels eines Trojaners TROJ_SMALL.AHE aus dem Netz nachgeladen. Der selbst wurde über Spamlisten verteilt.

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